Gemeinschaftsgärten

KernGartl & Stadtgarten
Neben dem Ziel einer Ernte, steht vor allem der Weg dorthin im Vordergrund. Das Miteinandergärtnern, die Kommunikation und der Austausch eigener Erfahrungen im Umgang mit diversen Pflanzenkulturen. Brachflächen blühen wieder auf; zum Wohle der Natur und der Menschen.
Die Bandbreite der aktiven Personen ist groß
Von jungen Familien, die sich und ihren Kindern zeigen wollen woher das Gemüse kommt und wie es schmeckt; Menschen auf der Suche nach einem Ausgleich zum Bürojob, aber auch jene, die keinen Zugang zu einem Stück Erde haben oder aus anderen Kulturen kommen. Alt und Jung, Mann und Frau, sie alle profitieren und lernen von- und miteinander.
KernGartl
Mauthausener Straße 17, 4221 Steyregg (neben "Die Röster")
Wolfgang & Daniela Köppl +43 664 2115094
Stadtgarten
Hochbeet, gegenüber Kindergarten bei der alten Stadtmauer
Aktuelles aus der Jägerschaft
Wenn der Bock einfach Bock hat: Liebesrausch in Wald und Wiese
Wer in den kommenden Wochen kreisförmige Spuren in einer Wiese entdeckt oder Rehe scheinbar kopflos durch Wald und Feld jagen sieht, erlebt möglicherweise eines der faszinierendsten Naturschauspiele des Jahres: die Rehbrunft. Von Mitte Juli bis Mitte August steht für die heimischen Rehe alles im Zeichen der Liebe.

In dieser Zeit haben die Rehböcke vor allem eines im Blick – die Geißen. Mit ausdauernden Verfolgungsjagden versuchen sie, eine paarungsbereite Partnerin für sich zu gewinnen. Doch der Eindruck täuscht: Es sind nicht die Böcke, die das Geschehen bestimmen.
„Auf den ersten Blick scheint es zwar, dass die Böcke die Geißen hetzen, das sogenannte Treiben. Wenn man dieses Treiben jedoch genau beobachtet, dann ist es eigentlich genau umgekehrt – die Geißen ‚ziehen‘ die Böcke. Die Männchen prüfen dabei die Paarungsbereitschaft der Weibchen, da diese nur etwa zwei Tage lang fruchtbar beschlagen, also begattet werden können“, erklärt Mag. Christopher Böck, Wildbiologe und Geschäftsführer des OÖ Landesjagdverbandes.
Woher die „Hexenringe“ kommen
Das Paarungsritual beginnt damit, dass der Bock eine Geiß sucht und auf sie zu galoppiert. Die Geiß flüchtet zunächst, der Bock folgt ihr. Dieses erste Treiben kann das Paar bis zu 500 Meter vom Ausgangspunkt wegführen, ehe die Geiß stoppt.
Dann beginnt das eigentliche Schauspiel: Die Geiß fordert den Bock zur Begattung auf, flüchtet aber erneut – diesmal jedoch in deutlich langsamerem Tempo.
Beim zweiten Treiben laufen die Tiere immer wieder enge Kreise oder Achterschleifen. Dadurch entstehen die charakteristischen ringförmigen Spuren in Wiesen und Feldern – die sogenannten „Hexenringe“.
„Man konnte sich in früheren Zeiten die Herkunft dieser Ringe in den Wiesen nicht erklären, daher wurde davon ausgegangen, dass übernatürliche Kräfte zugange gewesen sein mussten“, so Böck. Während dieses zweiten Treibens bleibt der Bock der Geiß dicht auf den Fersen, die dabei regelmäßig Kontaktlaute von sich gibt.
Spannende Wochen für Jäger
Für passionierte Jäger zählt die Rehbrunft zu den Höhepunkten des Jagdjahres. Gegen Ende der Brunft beginnt die eigentliche Blattzeit – die Hochsaison für Rehwildjäger.
Der Grund: Die meisten Geißen und Schmalrehe sind nun bereits beschlagen, also begattet worden, und stehen nicht mehr mit den Böcken zusammen. Deshalb verlassen die Böcke zunehmend ihre Territorien und suchen nach Geißen, die noch brunftig oder bislang erfolglos beschlagen worden sind.
Vorsicht auf den Straßen
Während die Böcke ganz im Liebesrausch sind, ist für Autofahrer besondere Aufmerksamkeit gefragt. Denn während der Brunft steigt die Gefahr von Wildunfällen deutlich an.
Im Eifer des Paarungsgeschehens nehmen die Tiere Straßen und Fahrzeuge oft kaum wahr und queren Fahrbahnen unvermittelt. Wer jetzt vorausschauend fährt und besonders in Waldnähe aufmerksam bleibt, trägt wesentlich zur Sicherheit von Mensch und Tier bei.

Text: OÖ Landesjagdverband
Foto: M. Hohenauer
Asiatischer Laubholzbockkäfer

Baumschädling bedroht heimische Laubhölzer!
Die Stadtgemeinde Steyregg bittet um Ihre Mithilfe.
Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) ist ein gefährlicher Laubholzschädling, der trotz entsprechender Importkontrollen auch bei uns in Europa immer wieder mit unzureichend behandeltem Verpackungsholz, insbesondere mit Steinlieferungen aus dem südostasiatischen Raum, eingeschleppt wird.
So können Sie helfen! Merkblatt_Laubholzbockkäfer.pdf herunterladen (0.42 MB)
WILDBIENEN DIE "ANDEREN" BIENEN IN STEYREGG – ZUM SCHUTZ DER ARTENVIELFALT!

Weltweit gibt es 12 Arten von Honigbienen und ca. 30.000 Arten an Wildbienen. Allein in Österreich sind knapp 700 Wildbienenarten bekannt, wobei Hummeln auch dazu gezählt werden. Sie sind, wie auch die Honigbiene, gefährdet. Der Rückgang an Nahrungsangebot und fehlende Nistplätze sind der Grund dafür. Foto: Philipp Meyer, Stefan Gärtner
Artenvielfalt
Rainfarn-Seidenbiene, Filz-Furchenbiene, Schwarzbürstige Blattschneiderbiene, Kleine Fleckenbiene, Frühlings-Pelzbiene, Frühlings-Trauerbiene, Rotpelzige Sandbiene, um nur ein paar Arten der Wildbienen zu nennen.
Leben & Wirken der Wildbiene
Sie produzieren KEINEN HONIG, sind friedliebend und stechen nur, wenn sie ihr eigenes Leben bedroht sehen. Einige Arten könnten nicht einmal durch die menschliche Haut stechen. Während die Honigbiene in einem Staat mit bis zu 50.000 Bienen lebt, leben die meisten Wildbienenarten alleine, man bezeichnet diese dadurch auch als "Solitärbiene oder Einsiedlerbiene".
Wildbienen werden zwischen ein paar mm (Schmalbienen) bis zu 3 cm (blaue Holzbiene) groß und sind wahre Meister, wenn es ums bestäuben geht. Die Nistplätze werden in der Nähe zur Futterquelle angelegt, da sie einen kleineren Flugradius (500 Meter) als Honigbienen haben.
Sie bewohnen Hohlräume aller Art, sowie Totholz, l Lehmige, sandige bis erdiger Böden, wie auch Lösswände bzw. Steilwände. Rund 75% der Bienen nisten unter der Erde. Bei Hohlräumen sind sie nicht wählerisch, besiedelt werden auch leere Schneckenhäuser oder kleine Löcher im Gartensessel.
Fortpflanzung
Der Nachwuchs wird als Ei, zusammen mit Nektar/Pollengemisch, in sogenannten Brutkammern abgelegt. Wenn für weitere Brutkammern kein Platz mehr ist, wird der Eingang zum Schutz vor Fressfeinden und Parasiten mit Lehm oder Erde verschlossen. Nach etwa 3 Tagen schlüpft die Bienenlarve und ernährt sich vom Futtervorrat bis sie schlussendlich zum Kokon reift. Die fertige Biene schlüpft bis Ende des Sommers noch im Kokon und verlässt diesen meistens erst im darauffolgenden Jahr.
Rostrote Mauerbiene
Die Rostrote Mauerbiene fliegt ca. ab April und bereits bei 8 - 10 grad+. Sie fliegen gerne Kern- und Steinobst, sowie Wildblumen an. Pro Tag werden ca. 5.000 Blüten besucht. Mit dem gesammelten Nektar/Pollen versorgt sie ihre Brutkammern.
Steyregg hilft mit!
Wir unterstützen Wildbienen durch bereitstellen von Nistmöglichkeiten und Wasserschalen. Besonders wichtig sind Blumenwiesen/Nützlingsweiden mit heimischen, nektarreichen Wildblumen wie zb Margerite, Wiesensalbei, Thymian und Lavendel. Es hilft, wenn blühende Flächen im Garten immer nur abschnittsweise gemäht werden, Kräuter können auch im Topf gezogen und am Balkon oder Fensterbank aufgestellt werden. Auf Pestizide und Insektizide sollte man ausnahmslos verzichten. Jede Art ist für sich wichtig, nützlich, wertvoll und verdient unseren Schutz, da auch schon viele Wildbienenarten auf der Roten Liste stehen.
Nistkästen
1 Nisthäuschen besteht aus 0,12 m2 Holz mit ca. 100 Bruthülsen aus Papier in den Größen von 4 mm bis 9 mm. Somit sind alle benötigten Durchmesser für Hohlraumbrüter abgedeckt.
Im Steyregger Gemeindegebiet wurden über 20 Nistkästen mit ca. 3.000 Niströhrchen aufgestellt.
Wir bedanken uns bei Herrn Stefan Gärtner, der ehrenamtlich diese Nistkästen baut, in Abstimmung mit der Stadtgemeinde anbringt, regelmäßig wartet und erneuert.